KIRCHEN

Ketschariskloster  

An dem nord-westlichen Teil der Stadt Zachkadsor gelegen, ist das Kloster Ketscharis die einzigartige Perle des Blumentals (Zachkadsor). Im Jahre 1033 gründete der berühmte Grigor Magistros aus der Fürstenfamilie Pahlawuni das Kloster, mit dem Bau der dem heiligen Grigor Lusavoritsch (Grigor dem Erleuchter, erster Katholikos aller Armenier) geweihten Kirche, die die Hauptkirche des Klosterkomplexes ist. Sie ist ein rechteckig ummantelter Kreuzkuppeltyp, mit einer gewölbten Halle und mit 2-stöckigen Sakristeien auf den beiden Seiten des Altars.  

An der Südfassade der Grigorkirche wurde vermutlich im 11. Jh. eine kleine einschiffige Kuppelkirche gebaut, die dem heiligen Zeichen ( arm. Surb Nschan ) geweiht ist.  Zwischen der Grigorkirche und der Nschankirche sind Mauerreste von zwei Kapellen zu sehen. Hier liegt  die Grabstätte von Grigor Magistros. Er war ein bekannter Militärführer und  Wissenschaftler, der auch bei den Byzantinern einen großen Ruhm hatte. Seinen Tod fand er im Jahre 1058. Als sein Nachfolger ist in der Geschichte der Name seines Sohnes, Wahrams, bekannt.

Im Zwischenraum der kleinen Kapellen wurde  eine Gruppe von Chatschkharen (Kreuzsteinen)  gestellt. Ein weiterer Chatschchkar liegt bei Katoghike Kirche (1203-1214), die mit Ihren Dekorationen die prächtigste Kirche des Komplexes ist. Laut einer Inschrift hat diese Kirche der Architekt Wetsik im Auftrag von Wasak Chaghbakyan, südlich der Nschankirche,  gebaut.

Vom Hauptkomplex distanziert, kann man die Auferstehungskirche (arm. Surb Harutyun), ein einschiffiger Kuppelbau, sehen (laut Inschrift 1220 erbaut). Diese Kirche hat als Grabkirche gedient, wo mehrere Äbte vom Ketschariskloster begraben sind. Nach den historischen Angaben befand sich das Klosterkomplex Ketscharis noch im 17. Jahrhundert in gutem Zustand. Aber im Jahre 1828 beschädigte ein starkes Erdbeben die Kuppel der Kirchen des Klosterkomplexes. In 1998-2001 wurde das Kloster vollständig, mit Mitteln vom österreichischen Wohltäter Wladimir Harutyunyan, renoviert. Jetzt ist es die Erzdiözese in der Region Kotayk (Armenisch Apostolische Kirche).

 

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